RACE REPORT: Red Hook Crit Milano No. 8

By John

Here I am, back in Milan where I raced my first and only Red Hook so far. The conditions were perfect: 25°C, sunshine, no wind and the german teams next to each other in the parking lot. It’s gonna be an awesome race day!

Because I did not participate in a Red Hook this year, I had to start in the back of my qualification heat. The stategy was easy: get as fast as possible to the front - the realization hard: Red Hook Crits are fast as hell. 1 minute, 30 seconds, 15 seconds, 10 seconds, Go! I was not surprised, that from beginning on the teams 8bar + Supernova and the upcoming winner and pro tour rider Ivan Cortina made the race fast, but I managed to gain positions fast. On my way to the front I bridged some smaller gaps but then a bigger gap between leading group and the chasing pack appeared. I tried to make it alone but after the big efforts in the first laps my legs were already too tired. New tactic: positioning in the front of the main group, waiting for the bunch sprint and hope it is enough to qualify directly (be in the top18). The last lap was pretty fast and many early attacks made me nervous. I kept holding the wheel of a Cykeln Divisione rider, rode the last corner on third position and went all out. I won the bunch sprint and finished #16 = finals!!!

Pics by Jason Sellers

The finals were late in the evening so the rest of the day was cheering Tami, meeting friends, eating pizza and enjoying the late summer day!

1 hour before the race it was time to start the engine, get into race mode and prepare for an unbelievable event. I was nervous af and overwhelmed by the atmosphere, lights, people, opponents. Waiting in the starting grid I asked Eike from Fixedpott "What am I doing here?”. There are no words to describe this feeling. My main goal was to hit it hard in the beginning again, but to stay out of trouble. Unfortunately this was related with long sprints, bridging gaps and going all out until I blew up. The riders I overtook, overtook me again and I lost connection to the peloton or better called single row. Now it was time to enjoy the last rounds on the Bovisa circuit, listen to the cheering people and waiting until I got lapped. I was big time ready for a beer and the after show party to celebrate the day and of course the road season 2017.

Thank you to all sponsors, team heads, team mates, team groupies, as well as the fixed gear family for making this day/season awesome! Red Hook - I will be back next year with even better legs, more experience and motivation 3000 - the hype is real!

Pics by Jason Sellers

by Tami

Ankunft in Mailand war mitten in der Nacht. Gegen 1:00 Uhr nachts lagen John, Manniboy, unsere Livestreammoderatorin Özlem und ich im Bett.
Am nächsten Morgen gings dann bei Sonne und warmen Wetter mit dem V-Rad zum Start. Manniboy ist die Strecke von HH nach Mailand mit dem Auto runter gefahren, sodass wir Zelt und alles was wir brauchten dort aufstellen können.
Wir haben zum Glück einen Platz direkt neben Suicycle und den Malojas bekommen. 
Um 13 Uhr war Streckentest und über 400 Fahrer/innen fuhren zusammen auf den Kurs.
1,2km und kaum scharfe Kurven, man konnte überwiegend durchtreten.
Bevor mein Qualirennen in Heat 2 began, startete John sein Qualiheat 3. Er kam als 16. rein und konnte damit direkt im Finale starten.
Ich startete im Heat 2 auf Position 8. Ich konnte mich im Rennen immer ziemlich weit vorne halten und das Renntempo wurde durchgehend hoch gehalten. Dabei merkte ich langsam wie hoch mein Puls eigentlich war und das ich ganz schön schnaufen musste.. lang anscheinend an der Erkältung die mich vor dem Rennen eine Woche eingeschränkt hat..
In der letzten Runde wurde das Tempo dermaßen hoch angesetzt und die Girls haben wortwörtlich um Plätze gekämpft, sodass manche Sturzgefahren entstanden und in den Kurven schon das Hinterrad weg gegesprungen ist. Ich kam als 8. ins Ziel und konnte mich somit für de Super Pole qualifizieren.
Im Super Pole wurde ich 14. und hab mir damit eine gute Startposition gesichtert, hat aber ganz schöne Körner verdonnert.. nicht mal eine Stunde später war schon das Finale Rennen.. Bevor das losging, habe ich auf einmal den Glauben an mich selbst verloren, da ich die ganze Zeit vor Aufregung Herzrasen hatte und mein Puls den ganzen Tag auf Anspannung war, da ich so aufgeregt war oder dachte dass das an der Erkältung liegen kann und Angst hatte dass das Finale nicht so läuft wie ich es mir erwünscht habe.. Doch ich konnte mich fangen und dachte mir hey das letzte Rennen hier in Mailand mit tausenden von Zuschauern zieh ich durch und starte dann mit einem guten Gewissen in die Winterpause.

Pics by Jason Sellers

Bevor wir über 60 Frauen an den Start gingen, fuhren wir noch eine Ehrenrunde und konnten nochmal einen Eindruck bekommen, wieviele Menschen eigentlich zuschauen. Teilweise standen sie in dreier bis vierer Reihen hinter den Absperrungen und klopften an den Banden. 
Als das Rennen losging wurde das Tempo direkt hochgezogen, da nach der ersten Runde Primelap war.. danach wurde es bisschen ruhig, aber trotzdem wurden immer wieder von Anfang an Attacken gesetzt. Ich merkte dass meine Position im Mittelfeld nicht optimal war, da viel in den Kurven runtergekontert wurde, obwohl man die Kurven durchfahren konnte. Also fuhr ich auf der Zielgeraden rechts vorbei und setzte mich  weiter nach vorne. Langsam ging es auf die Midprimelap zu und die Runden davor wurden extrem schnell. Aufeinmal merke ich wie ich ein leichtes Seitenstechen bekam und meine Lunge diese langezeitige Anstrengung nicht durchhielt und mir ein wenig Luft fehlte. Ich fiel langsam immer weiter ans Ende der Spitzengruppe, bis ich mich auch dort nicht mehr halten konnte. Am Ende der Midprimelap wurde die Spitze wieder langsamer und ich versuchte mich ranzukämpfen mit ein paar anderen Mädels und wir kamen sogar dichter, aber das hielt nicht lange an, da keiner der anderen Mädels bereit war in die Führung zu gehen und so scheiterte unser Versuch wieder ranzukommen. 
Ich merkte in diesen Moment wie mein Kopf sagte, fuck it hör auf mit dieser Quälerei! Aber ich versuchte diesen Gedanken wieder auszuschalten, ich wollte dieses letzte geile Rennen der Saison beenden! Lena Vogl von dem Maloja Pushbiker kam auf einmal neben mich und schrie mich an "Komm Tami weiter weiter!! Zieh das durch und hab einfach Spass!" Das hat mich nochmal richtig gepusht und ich schaltete meinen Kopf wieder aus und fuhr volles Rohr weiter. 
Luft kam langsam wieder, Seitenstiche gingen weg und Beine hatten auch wieder Kraft. Also zackiboom ciaopow. 
In den Kurven wurde volles Rohr reingehalten und ich fuhr in unserer Verfolgergruppe in den letzten zwei Runden weiter nach vorne um in diesem Sprint weit vorne zu sein. 
In den letzten Kurven zur Zielgeraden fuhr ich hinter Lena Vogl und wir entschieden den Zielsprint knapp unter uns. 
Sie kam kurz vor mir rein. 
Wir beide waren mega froh dass wir das Rennen durchgezogen haben und uns gegenseitig pushen konnten.
Danach wurde mir echt bewusst dass dieser Sport echt Kopfsache ist und man mental fit sein muss, außerdem kann ich mit meinem 28. Platz super zufrieden sein, nach einer Woche Pause, Erkältung und kein richtiges Training!
Danke an das ganze CANYON RAD PACK für die Motivation, die Liebe und dass ihr mich dazu gebracht habt in die Fixieszene einzusteigen und ich daran den meisten Spaß gefunden habe, danke an alle Sponsoren und RAD RACE für das Ermöglichen dieser geilen Erlebnisse und Rennen, danke an Manniboy, Family & Friends fürs Pushen und Mut zusprechen und Love!!! 
Danke für die geile Saison und nächstes Jahr wird noch geiler und volles Rohr durch gezogen!
Auf in die Offseason