RACE REPORT: Two riders and 6 supporters - RIDERMAN

Etappe 1 by Fritz:
Erstmal vorab, das CANYON RADPACK reist stark geschwächt an, von den gemeldeten sieben Fahrern stehen nur zwei auf der Startrampe. Alle krank, statt dem geplanten Saisonhöhepunkt stehen Ben, Turbo, Henne, Amelie, Julia und Laura am Streckenrand und Supporten wo sie können.
Die Strecke des EZF hat mit 200Hm auf 16km einiges zu bieten, also zählen leider nicht nur die Watt sondern auch die Watt/kg. Außerdem ist die Strecke nur schwer mit konstanter Leistung zu fahren weil man auf den Abfahrten bis zu 75kmh erreicht. Ich dachte also ich fahre die Steigungen mit etwas mehr watt und versuche mich leicht zu regenerieren auf den schnelleren Abschnitten. Das geilste ist dass ich mit meinem nagelneuen Speedmax an den Start gehe, obwohl ich bisher nur eine Testfahrt machen konnte hab ich mich direkt wohl gefühlt, hier also etwas Zusatzmotivation.
Zum Rennverlauf, das Bergsegment mit 437watt hoch geknallt, vielleicht doch etwas overpaced, so dass der Rückweg richtig weh getan hat und ich die geplanten watt nicht mehr halten konnte. Am Ende fast gleich viel watt wie letztes Jahr, 354watt, allerdings 46 sekunden und einige Plätze weiter vorne, was in Summebestimmt an der besseren Aeroposition, an der Scheibe und natürlich an den Überschuhenliegen könnte. Naja eigentlich ziemlich zufrieden mit platz21, schwer zu sagen was man verbessern könnte, wahrscheinlich größeres Kettenblatt und dafür konstante watt treten.
Die anderen standen zwischenzeitig kurz vor der Autobahnausfahrt 1,5h im Stau, so dass Jan die letzten 20km mit dem Rad zum Start zurückgelegt hat und so trotzdem noch pünktlich sein erstes Zeitfahren wegdrücken konnte! Auch er super zufrieden mit seiner Leistung, hat er sich den Platz in Startblock B gesichert!

Etappe 2 by Fritz:
110,0 km / 1.580 hm standen auf dem Programm. Gar nicht mein Terrain, vor allem nach dem letzten Jahr, in dem ich im ersten Drittel so hart overpaced hab, dass ich nach hinten durchgereicht wurde und froh war überhaupt meine verkrampften Beine irgendwie ins Ziel zu fahren. Aber ich bin ja seitdem einiges an Erfahrung und Rennkilometer reicher, also wird das schon irgendwie werden.
Ich durfte zwar aus Startblock A starten, war aber recht spät dran, so dass ich von ganz hinten los fahren musste, also hieß es auf den ersten Kilometern und dem ersten Anstieg erstmal Plätze gut zu machen. Auf der anschließenden Abfahrt und dem Flachstück ging es sehr nervös zu und es knallte bis km20 ca. fünf Mal um mich herum. Also, ich voll konzentriert, meine Position am Halten, in der Mitte des Feldes. Letztes Jahr war ich auf diesem Streckenabschnitt schon so angespannt, dass ich nur am Rand des Feldes mit gefahren bin und dort halb im Wind, viel zu viel Körner verschossen hab und gleichzeitig vor Anspannung meine Hände ständig eingeschlafen sind. Diesmal alles besser! Am zweiten Anstieg relativ entspannt rein gefahren um dort weiter Plätze gut zu machen, oben angekommen gerade noch den Sprung in die noch große Spitzengruppe geschafft, weil vor mir schon die ersten Lücken gerissen sind. Also voll konzentriert weiter auf der Abfahrt, Richtung km35, da ging es dann den längsten Anstieg dieser Etappe hoch, mir war klar, dass sich hier eine Gruppe bilden wird. Ich an guter, ca. 25ter Position rein gefahren, konnte ich sogar noch paar Plätze gut machen. Am letzten Drittel kam Stefan Reimer an mir vorbei gezogen, und meinte ich soll mit, das hat mir nochmal einen guten kick nach vorne gegeben, da hatte ich aber gerade 500watt am Tacho stehen. Also weiter mit meinem Tempo, oben gabs noch einen kleinen Sturz vor mir, dem ich ausweichen musste. Oben angekommen durchdrücken! Fuck trotzdem Lücke nach vorne, aber noch nicht zu groß, also ich weiter mit volldruck, komplett alleine, die Spitzengruppe in greifbarer Nähe, dazwischen waren noch zwei weitere Fahrer auf die ich aufschließen konnte. Also wir zu dritt in den nächsten Gegenanstieg, nochmal aus dem Sattel und geschaut ob die Lücke zur Spitzengruppe vielleicht kleiner wird. Kurz glaubte ich nochmal dran es schaffen zu können, aber musste dann etwas raus nehmen. Oben auf der Geraden gabs dann erstmal Gegenwind und ich war ziemlich platt, also entschloss ich mich auf die größere Gruppe hinter mir zu warten. Also da rein, unter anderem war da auch das GCC Gesamtführende Trikot von Daniel Knyss, also dachte ich mir, bin ich da ja auch ganz gut aufgehoben. Also weiter, gute Gruppe, mit einigen starken Leuten die auch ordentlich Druck machten. Aber die Führungsgruppe war natürlich nicht mehr zu erreichen. Also ich weiter, möglichst kraftsparend, so kam ich dann auch alle Anstiege gut durch, zwar immer ordentlich am Beißen, aber so ging es ja allen. Einmal mussten wir noch ca 30sek an einem geschlossenen Bahnübergang warten, da konnten dann einige Fahrer wieder zu uns aufschließen die eigentlich schon raus geplatzt waren. Naja egal, weiter, meine Verpflegungsstrategie hat perfekt funktioniert, die ersten 2h zwei Flaschen gemixt mit Maltodextrin je zwei gels und bisschen Salz, danach noch eine Flasche mit Iso und zwei weiteren gels aus der Trikottasche. Irgendwann haben wir dann noch den Fahrer mit dem Führungstrikot aufgesammelt und ein zwei weitere Fahrer die aus der Spitzengruppe gefallen sind. Somit waren 5 Jungs vom Team Merkur Druck in unserer Gruppe, darunter die beiden gelben Trikots. Bei 10km togo gabs dann auch noch eine Aktion von Merkur Druck, auf einer schmalen Straße positionierten sich die Merkur Drucks vorne, während Daniel Knyss raus fuhr, während vier nebeneinander die komplette Straße dicht machten und das Tempo komplett raus nahmen. Weiß nicht ob man sowas macht, naja. Bis ich dann vorne war und es eine Gelegenheit gab auf dem geschotterten Seitenstreifen vorbei zu sprinten, da war da auch schon eine 100m Lücke! Eigentlich sah ich zunächst hier meine Möglichkeit alleine vor zu fahren, um dann vielleicht zu zweit bis ins Ziel zu kommen. Also hab ich zunächst alleine und dann leider mit der ganzen Gruppe hinter mir das Loch zu gefahren. Nicht das ich das keinem gönnen würde aber mit so einer Aktion sicher nicht, wenn dann soll der mal ne ehrliche Attacke fahren. Am letzten Anstieg hatte ich ihn dann, da musste ich mich also jetzt nochmal richtig hoch quälen, weil das davor auch schon ordentlich körner gekostet hat. Oben war dann leider eine kleine Lücke zu einer fünfer Gruppe, vor mir, also ich aus dem Sattel und versucht irgendwie auf dem Flachstück alleine an die ran zu fahren. Fuck, nochmal alles gegeben, hat aber nicht gereicht, so war ich zu Beginn der Abfahrt zwischen den beiden Gruppen, auf der Abfahrt hatten die Jungs hinter mir mich dann wieder und ich konnte mich aber bisschen regenerieren. Merkur Druck konnte sich da auch nochmal gut formieren und auf der Zielgeraden einen kleinen Zug aufbauen. Kurz vor Ziel haben wir dann auch noch auf die fünf Ausreißer aufgeschlossen, ich glaube, nur der erste ist gerade noch so vor den Merkur boys rein gerollt. Ich dahinter, am Ende wars Platz34, mega happy! Hätte ich vorher nie gedacht. Klar im Nachhinein denkt man sich schon, ah fuck, wenn ich doch die paar Meter zur Spitzengruppe zugefahren hätte, oder ah, wenn ich doch am Ende noch mit den andern fünf de Breakaway gefahren wäre. Aber naja, so ist das eben, im Vergleich zum letzten Jahr eine Steigerung um 100%, mega geil!!!!

Etappe 3 by Fritz:
Racereport Fritz Riderman Stage 3
87km mit 1050Hm. Vorab war ich wie immer ziemlich nervös, auch weil ich wusste dass heute mehr drin ist, erstens wegen dem für mich überraschend gutem Ergebnis vom Vortag, zweitens wegen der Tatsache dass die Anstiege dieser Etappe kürzer waren als die von der zweiten und außerdem macht es mir nichts aus zwei bzw. drei Tage hintereinander harte Belastungen zu fahren, ganz normales Wochenende halt.
Diesmal etwas weiter vorne im A Block positioniert, dank Amie und Julia die für mich einen Platz frei gehalten haben, Danke! Über die ersten beiden Anstiege gut drüber gekommen und versucht im wieder recht nervösen Pulk gut mit zu rollen. Auf den Geraden, haben die Teams das Tempo gemacht, also musste ich hinten nur die üblichen harten Antritte nach Tempowechseln mitgehen, was natürlich auch kraft kostet. Eine sehr brenzlige Situation gabs noch bei km 23 als an einer Engstelle unter einer Brücke direkt vor mir einer gestürzt ist, zwei drei konnten nicht mehr bremsen und sind mit rein. Ich hatte auch schon jemanden am Hinterrad, konnte aber vorbei fahren und die Lücke schließen. Ab da war die Gruppe zumindest ein bisschen kleiner aber immer noch riesig.
Die erste Bergwertung bin ich gut hoch gekommen und konnte Plätze gut machen, die Abfahrt danach war schnell, paar andere Fahrer dachten sie müssten unbedingt die Plätze die sie am Berg verloren haben, auf der Abfahrt wieder gut machen, dadurch wurde ich ein paar Mal geschnitten, aber alles gut gegangen. Dann gings weiter durchs Tal Richtung, den längsten Anstieg des Tages, bei km32 gings dann insgesamt 5min38sek nach oben, 479watt, laut strava, aber diesmal wollte ich auf keinen Fall abreisen lassen, oben drüber gedrückt und die Gruppe war endlich deutlich kleiner, aber immernoch mehr als 20Mann stark. Allerdings war Merkur Druck mit ihrem Top Fahrer nicht mehr vertreten, also machten Strassacker zu siebt vorne Tempo, aber scheinbar nicht genug, kurz vor der nächsten Bergwertung war Merkur Druck wieder da. So ging das dann auch noch an der nächsten Bergwertung, Daniel Knyss wieder hinten raus, aber auf der Gerade von seinem Team wieder ran gefahren. Starke Teamleistung, von beiden großen Teams Strassacker und Merkur Druck! Ein großer Anstieg stand noch auf dem Programm. Bei km70 ging es nochmal 5min nach oben, vorallem auf dem letzte Steilstück wurde noch einmal selektiert, hier musste ich einen Effort von 506 watt auf knapp 2 Minuten leisten um dran zu bleiben. Jetzt nur noch eine etwas gefährliche Abfahrt und dann Richtung Ziel. Auf dem leichten Anstieg hoch zur Hirschhalte, gab es noch eine Attacke von drei Fahrern, aber Strassacker, ließ sie ziehen, die sich mit sieben Mann an der Spitze positioniert haben, ich in guter 10ter Position in die Abfahrt und aufs Oberrohr um die Beine noch kurz zu schonen. Auf der Abfahrt wurden die Ausreißer geschluckt, Daniel Knyss und Christian Müller schafften es sich auf der Abfahrt leicht abzusetzen, während ich weiter auf den Strassacker Sprintzug vertraute. Die letzten Kurve auf die Zielgerade hab ich dann außen genommen und war so neben den Strassackern, kurz noch ein Hinterrad genommen und dann aber links an der Verkehrsinsel vorbei und danach neben dem Sprintzug, dann wurde es recht hektisch und ich mich nicht mehr versucht irgendwo rein zu drängen und meine Linie weiter gefahren. Der letzte Kick hat wieder gefehlt im Sprint, ich glaub ich bin nicht mal aus dem Sattel gegangen und hab auch nicht bis zur Ziellinie durchgezogen, misst, da ist der Kopf noch nicht bereit, komplett abzuschalten und einfach Watt zu drücken! Also bei mir am Ende Platz 13, Christian Müller ist alleine gerade noch durchgekommen, während Kai Miesbach von Strassacker vor mir noch Daniel Knyss im Sprint besiegt hat.
Jan ist auch supergeil durchgekommen! Also wir beide mega happy! Auch durch den Support der Mitgereisten, der das Motto #feellikeapro noch mal unterstrichen hat, auch wenns sehr schade war, dass die boys krankheitsbedingt nicht starten konnten!

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