RACE REPORT: STRONG HENNE BEIM GCC RACE IN SCHLEIZ

"Mit der Dachbox fahre ich maximal 200“

Wir sitzen schon wieder in Harris Auto und fahren auf irgendeiner Autobahn Richtung Osten, unser Ziel Schleiz. Mit 3 Runden auf einem 140K Kurs mit 2000Hm und 150 Startern sahen zumindest die Eckdaten auf dem Papier nach einem ganz vielversprechenden Rennen aus. Nach der Streckenbesichtigung war klar, schnelle enge Abfahrten, sehr kurze knackige Anstiege und der Gegenwind auf der Ebene wird das Rennen zu keiner gemütlichen Sonntagsausfahrt werden lassen. 

Spätestens im Startblock war klar, die großen Teams sind alle am Start und eine Platzierung bekommt man auch in einem 150er Feld nicht geschenkt.

Der Start verlief wie erwartet, alle versuchten auf der breiten Rennstrecke ein paar Positionen gutzumachen und der ersten Anstieg nach ein paar 100 Metern sorgte direkt für eine erste grobe Selektion. Nach der breiten Rennstrecke ging es auf kleinen Straßen und den schmalen Abfahrten nur noch darum irgendwie im vorderen Teil des Feldes zu bleiben und nicht durch rausfallende Fahrer geblockt zu werden. Leider musste ich hier ein paar Lücken schließen, was mich schon ein paar Körner gekostet hat. Der einzige Rouleurabschnitt der Strecke mit starkem Seitenwind wurde von Strassacker, Merkur Druck und Christian Müller direkt genutzt um zu dritt auszureißen. Vollkommen bescheuert setzte ich mich für ein paar Meter an die Spitze und versuchte ein wenig zu animieren, was absolut dumm war wie sich ein paar Sekunden später herausstellen sollte… Denn in dem Moment als ich raus ging attackierten 5-6 Leute und ich hatte Mühe nicht aus den Feld zu fallen

Den Rest der Runde wurde das Tempo hochgehalten und an den Anstiegen ordentlich gedrückt. Leider war die Strecke nicht vollkommen gesperrt und es standen immer wieder Autos im Weg, was allerdings ganz glimpflich abgelaufen ist. 

In der Zweiten Runde hoffte ich auf ein wenig Entspannung, da die Gruppe schon gut ausgedünnt war - Irrtum… Die Abfahren wurden in Einerreihe durchgedrückt und die Anstiege zum weiteren aussieben genutzt. Langsam wurde Verpflegung auch ein Thema, da ich zum Ende der zweiten Runde keine Flasche mehr hatte und nur noch ein Gel. Zum Glück konnte ich bei der Durchfahrt zur Runde 3 eine Flasche inklusive Gel greifen - DICKES Dank an Merkur Druck!

Die dritte Runde fühlte sich länger an als die ersten beiden zusammen… Leider musste ich aufgrund eines Krampfes die Spitzengruppe kurz ziehen lassen, konnte aber mit 4 weiteren Leuten wieder aufschließen, da sich aus der Spitzengruppe ein paar auf dem Gegenwindabschnitt absetzen konnten. Zu diesem Zeitpunkt war klar, die ersten 7 sind weg und alle Teams sind vertreten - Jetzt nur noch Heim „rollen“. Nach dem Schlussanstieg musste ich leider auf der Abfahrt zum Ziel im Gegenwind reißen lassen… Am Ende reichte es für den 16. Platz und die Einsicht, dass das Rennen sich eher wie ein langes Crit angefühlt hat, als ein Rennen mit ordentlich Höhenmetern.

 

141km // 1994hm // 37,4er Schnitt // NP 234 // 240TSS // #thatwashard

 

Picture Credits: Der Sportograf